Kreditgutachten

Ein Kreditgutachten kann in zahlreichen Fällen, in denen es um Finanzierungen von mehreren hunderttausenden Euro geht, wertvolle Hilfe im Streitfall leisten. In einem derartigen Gutachten wird der Kreditsachverständige zum Beispiel eine explizite Prüfung aller Zahlungs- und Zinsströme nach aktueller Rechtsprechung vornehmen. Mit einem Kreditgutachten können Streitfälle mit einer Bank, Sparkasse, Versicherung oder Fondsgesellschaft oft zu Gunsten des Verbrauchers entschieden werden. Einschlägige Urteile belegen, dass Verbraucher selbst in Fällen Recht bekommen haben, in denen Kreditkündigungen vorlagen und bereits das Mahn- und Vollstreckungsverfahren im Rollen war.

Darlehen und Kontokorrentkredite

Insbesondere bei Darlehen und Kontokorrentkrediten mit einem variablen Zins, sind die Zinsanpassungsklauseln der Institute meist unzureichend definiert und bieten in den meisten Fällen nur dem Kreditinstitut einen Vorteil. Eine, dem aktuellen Kapitalmarkt entsprechende Zinsanpassung wird in aller Regel zu spät, nur in ungenügender Höhe oder etwa gar nicht an den Kreditnehmer weitergereicht. Häufig kommt es insbesondere bei Kreditkündigungen zu gesetzlich nicht zulässigen Zinsberechnungen. Differenzen von mehreren tausenden Euro sind keine Seltenheit.

In Fällen, in denen es um Gewerbetreibende und Unternehmer geht, die mit hohen Kontokorrentkreditlinien arbeiten müssen und die nebenbei weitere Kredite für den Betrieb und die Investitionen laufen haben, können sich die Kosten für ungerechtfertigte Bankgebühren und zu hohe Zinskosten rasch auf 5- oder 6 stellige Beträge summieren. Mit einem Kreditgutachten und Feststellung der zu viel bezahlten Gebühren und Zinsen, können bestehende Verbindlichkeiten oder die Konditionsverhandlungen wesentlich attraktiver gestaltet werden, weil sich der Gewerbetreibende oder Unternehmer plötzlich in der besseren Position befindet. So kann ein Kreditgutachten in Konflikt- oder Problemfällen selbst festgefahrene oder schon eskalierte Verhandlungen lösen und zu zielführenden Gesprächen mit den betroffenen Banken, Sparkassen, Versicherungen oder Fondsgesellschaften führen.

Der Schaden, den eine falsche oder gar nicht durchgeführte Zinsanpassung gerade im Fall von Kontokorrentkrediten verursacht, kann teilweise über das Fortbestehen eines Gewerbetreibenden oder Unternehmers entscheiden – ganz unabhängig davon, in welchre Rechtsform der Gewerbetreibende oder Unternehmer tätig ist. In Einzelfällen sind sogar Beträge, die die Millionen-Euro-Grenze überschritten haben, möglich. Da es sich in diesen Fällen um eine ungerechtfertigte Bereicherung handelt, können Kontoauszüge und Darlehensverträge aus den letzten 30 Jahren noch von Bedeutung sein. Die teils unzulässige Zinsmarge von bis zu 11,75 Prozent ist von den betroffenen Banken, Sparkassen, Versicherungen und Fondsgesellschaften herauszugeben.

Der durchschnittliche Betrag (zu viel bezahlte Zinsen und Gebühren), den Verbraucher mit Hilfe von Sachverständigen zurückholen können liegt bei bei über EUR 62.100.

Es ist also sinnvoll, Rat von einem Experten einzuholen.

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Knowledge

Beratungsfehler und Insiderwissen

Kreditinstitute sind gesetzlich dazu verpflichtet, dem Kunden von sich aus auf mögliche – kostengünstigere – staatliche Finanzierungsalternativen, wie zum Beispiel Kreditmittel der öffentlichen Hand (KfW) hinzuweisen. Dies ist jedoch mit einem Mehraufwand bei der Antragstellung verbunden und wird aus diesem Grund oder schlichtweg aus Unkenntnis des Bankberaters häufig nicht von den Kreditinstituten umgesetzt. Dem Verbraucher steht jedoch für die Differenz zur kostenintensiveren Finanzierung ein Erstattungsanspruch zu.

Wird dem Verbraucher trotz stetig steigender Kapitalmarktzinsen zu einer variablen Hypothek anstatt zu einer Zinsfestschreibung geraten, kann dieser Schaden gegenüber dem Kreditinstitut geltend gemacht werden. Auch Koppel- oder Verbundgeschäfte in Kombination mit anderen Finanzprodukten, wie zum Beispiel Kapitallebensversicherungen oder Fondspolicen, kann zu Beratungsfehlern führen. Wurde hier nicht explizit auf die möglicherweise anfallenden Mehrkosten hingewiesen, so kann dies zur Beratungshaftung führen. Es besteht damit ein Anspruch auf Erstattung der Mehrkosten – ganz unabhängig davon, dass auch noch ein Anspruch gegenüber dem Versicherungsunternehmen bestehen kann, sofern die Verträge zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden und über das Widerrufsrecht nicht ordentlich belehrt wurde.

Es ist also sinnvoll, Rat von einem Experten einzuholen.

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