Krankenversicherungspflicht – Sind Sie noch unversichert?

Wussten Sie…

…dass seit 01.01.2009 die Krankenversicherungspflicht für alle Personen besteht?

…dass eine Strafe droht, sollten Sie nicht versichert sein?

…dass aber auch Möglichkeiten bestehen, Sie auch rückwirkend lückenlos zu versichern?

 

Wer keine Möglichkeit hat, sich über die gesetzliche Krankenversicherung zu versichern, der kann einen etwa gleichwertigen PKV-Basistarif nutzen.

Es besteht eine Versicherungspflichtgrenze, bei der von der gesetzlichen zu der privaten Krankenversicherung gewechselt werden kann.

Zur Erklärung: Die Versicherungspflichtgrenze wird auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt und bezeichnet ab welcher Höhe des jährlichen Arbeitseinkommens beziehungsweise der Rente eine Person nicht mehr über die gesetzliche Krankenversicherung versichert sein muss, sondern auch in die private Krankenversicherung wechseln kann.

Seit der Einführung der Krankenversicherungspflicht gibt es immer weniger Menschen ohne eine Krankenversicherung, wobei 2012 noch immer 137.000 Menschen unversichert waren.

Während die Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Krankenversicherung schon seit 01.04.2007 gilt, wurde sie bei der privaten Krankenversicherung erst am 01.01.2009 eingeführt.

Diese Daten sind wichtig, da für einen unversicherten Zeitraum rückwirkend bis zu diesen Daten Forderungen gestellt werden können.

Über eine private Krankenversicherung versicherte Personen müssen mit diversen Zahlungen rechnen. Befindet sich der unversicherte Zeitraum zwischen dem 01.02.2009 und dem 30.04.2009 so wird ein Monatsbeitrag von höchstens etwa 640 Euro für jeden Monat ohne Versicherungsschutz erhoben. Unversicherte Zeiträume ab dem 01.05.2009 werden mit einem Sechstel des Monatsbeitrages berechnet, wobei höchstens 14 Monate angerechnet werden. Sollte der unversicherte Zeitraum nicht nachweisbar oder sehr lang sein, so können höchstens 5 Jahre mit maximal 14 Monatsbeiträgen verlangt werden.

Wie Sie sehen, können bei längeren unversicherten Zeiträumen hohe Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie sich neu versichern lassen, weshalb viele vor diesem Schritt zurück schrecken, um sich nicht zu verschulden.

Gehen Sie zurück in die gesetzliche Krankenversicherung, wurde der monatliche Zins bereits von 5 Prozent auf 1 Prozent gesenkt.

 

Kommen Sie ohne Krankenversicherung aus?

Die Antwort ist ein klares Nein. Selbst wenn es einige Zeit gut gehen mag, wird die fehlende Versicherung sofort ein Problem, sobald größere Zahlungen aufgrund von Operationen oder anderen kostspieligen Arztbesuchen auf Sie zukommen.

Zudem: Je länger Sie mit der Rückkehr in die Krankenversicherung warten, desto teurer wird es für Sie, da Sie Beiträge zumindest teilweise nachzahlen müssen.

Wenn Sie mit Ihrem Versicherer – oder bestenfalls sogar mit mehreren Versicherern – verhandeln, können Sie hier oft sogar noch weitere Ermäßigungen aushandeln. Es können Nachlässe auf Beiträge und Säumniszuschläge beantragt werden, die Sie sonst in vollem Ausmaß zahlen müssten.

Sie sollten mit der Rückkehr in eine private oder gesetzliche Krankenversicherung auch nicht warten, bis Sie wirklich krank sind. So können Sie sich zwar eine akute Behandlung sichern, aber für weiterführende Behandlungen wird die Krankenkasse nicht aufkommen. Verhandlungen fallen in diesem Fall ebenfalls ins Wasser, da man mit einer Vorerkrankung eine schlechtere Ausgangsposition hat.

 

So können Sie sich von der gesetzlichen Krankenversicherung befreien

Möchte man sich laut § 8 SGB V von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen, um privat versichert zu bleiben, muss man einige Kriterien, die dafür nötig sind, überprüfen.

Hierbei ist beispielsweise gefragt, ob man Arbeitslosen- oder Unterhaltsgeld bezieht, ob Rente bezogen wird oder ob man ein Studium begonnen hat.

Möchte man einen solchen Antrag stellen, muss dies innerhalb der ersten drei Monate der Pflichtversicherung erfolgen. Gültig ist die Befreiung dann ab dem Beginn der Pflichtversicherung, sofern noch keine Leistungen in Anspruch genommen wurden, ansonsten gilt die Befreiung ab dem ersten des Monats nach der Antragstellung.

Vorsicht: Der Antrag kann nur gestellt werden, wenn eine gültige Krankenversicherung nachgewiesen werden kann. Außerdem ist diese Befreiung unwiderruflich! Wenn Sie sich also einmal aus der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreit haben, können Sie sich nur noch privat krankenversichern.

 

Sie haben aktuell keine Krankenversicherung?

Dann machen Sie sich keine Sorgen – es gibt immer einen Wegs, den wir gemeinsam finden können!

Jede private Krankenversicherung muss beispielsweise einen Basistarif anbieten, der sich an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert und in den jeder ohne eine Gesundheitsprüfung aufgenommen wird, der diesen Tarif nutzen möchte.

Es gibt außerdem beispielsweise Möglichkeiten sich über die europäische Krankenversicherung absichern zu lassen. Mit ihr haben Sie eine hochwertige Alternative zur privaten beziehungsweise gesetzlichen Krankenversicherung, die zudem noch bezahlbar ist.

Selbstverständlich ist sie über die BaFin zugelassen und deshalb auch eine sichere Alternative.

Die Vorteile der europäischen Krankenversicherung liegen unter anderem darin, dass auch diverse Vorerkrankungen in einigen Fällen kein Problem darstellen, ebenso wie Bonitätseintragungen oder unversicherte Zeiträume.

Weitere Informationen zur europäischen Krankenversicherung finden Sie hier.

Trotzdem sollte die Lage vorher von einem Sachverständigen geprüft werden, da nicht pauschal gesagt werden kann, dass dies für jeden die beste Lösung ist.