Wege zur europäischen Krankenversicherung

Die europäische Krankenversicherung (EUKV) bietet im Vergleich zur privaten Krankenversicherung (PKV) in Deutschland einige Vorteile. Es gibt jedoch auch einige Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen, damit man wirklich gemäß deutschen Gesetzmäßigkeiten versichert ist.

Das Interesse an europäischen Krankenversicherungen steigt aufgrund verschiedener Aspekte. Hierbei punkten nicht nur umfangreiche Leistungen, sondern auch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Im Gegensatz zu oft überalterten Gesellschaften in Deutschland, die Altersrückstellungen ansparen müssen, befindet sich in europäischen Krankenversicherungen eine bunte Mischung an Versicherten, wodurch die Beiträge nach aktuellem Aufwand berechnet werden können.

Wichtig bei der Wahl eines Tarifs bei einer europäischen Krankenversicherung ist, dass er die deutschen Voraussetzungen erfüllt. Dies ist nicht automatisch gegeben und muss sorgfältig abgeklärt werden.

Grundsätzlich kann sich jeder, der die Anforderungen für eine private Krankenversicherung erfüllt, auch bei einer europäischen Krankenversicherung versichern lassen.

Einen Blick auf eine europäische Krankenversicherung zu werfen lohnt sich auf jeden Fall. Diese können oft Vorteile bieten, die eine private Krankenversicherung nicht anbieten kann. So wird in vielen Fällen beispielsweise kein Betragsaufschlag bei Vorerkrankungen verlangt, der bei einer PKV oft ziemlich ins Geld gehen kann.

Vor allem die Personen, die sich freiwillig weiterhin über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) versichert haben, können nicht nur einiges an Geld sparen, sondern auch den Umfang ihrer Versicherung deutlich verbessern.

 

Die EUKV: Besonders geeignet für…

…Selbstständige, die schon längere Zeit nicht mehr versichert waren: Während bei einer PKV und auch bei der GKV eine lückenlose Vorversicherung nachzuweisen ist und im Falle einer Nichtversicherung oft hohe Geldstrafen zu zahlen sind, verzichtet die EUKV auf derartige Strafen.

…andere Personen, die zum Beispiel Kosten sparen wollen: Der Wechsel in die EUKV bringt in den meisten Fällen einen deutlichen Kostenvorteil, bei mindestens gleich bleibendem, oft sogar besserem Versicherungsschutz.

 

Hier liegen die großen Unterschiede zwischen der EUKV und der PKV

Mit einer europäischen Krankenversicherung ist man, wie der Name schon sagt, nicht nur im deutschen Raum, sondern im gesamten Europa versichert. Es ist also nicht wichtig, wo man sich behandeln lässt, sondern nur, ob diese Leistung durch die Versicherung abgedeckt wird.

Wichtig ist, dass man nicht vergisst eine separate Pflegeversicherung abzuschließen. Von einer EUKV kann natürlich keine deutsche Pflegeversicherung angeboten werden.

Damit die Versicherungsbeiträge mit zunehmendem Alter nicht in den Himmel klettern, müssen von deutschen Versicherern Altersrückstellungen gebildet werden. Dies tun europäische Versicherer nicht, weshalb man selbst an Rücklagen denken sollte. Jedoch wird die Entwicklung der Beiträge der EUKV meist transparent von vorne herein dargestellt.

Die Beiträge selbst sind einfach gestrickt – alle einer Altersgruppe und desselben Geschlechts sind gleichberechtigt. Wer Vorerkrankungen mit sich bringt, muss nicht mit Beitragsaufschlägen rechnen, sondern höchstens mit einem Leistungsausschluss in den ersten zwei Beitragsjahren.

Im Laufe der Zusammenarbeit könnten Sprachbarrieren auftreten. Nur manche europäische Krankenversicherungen bieten Kommunikation in Deutsch an, bei anderen wird auf Englisch kommuniziert. Die wichtigsten Erstinformationen sind bei der Zusammenarbeit mit einem deutschen Vermittler grundsätzlich auf Deutsch zu erhalten, weiterführende Kommunikation findet aber oft in Englisch statt.

Die Beitragserstattungen erfolgen bei der EUKV ebenso wie bei der PKV. Die Onlineabwicklung wird hier aber sehr von Kunden geschätzt, die als angenehmer und reibungsloser bezeichnet wird.