Gesundheitsprüfung bei Restschuldversicherung

Wird eine Gesundheitsprüfung bei der RSV vorgenommen?


Grundsätzlich ist eine Gesundheitsprüfung für den Abschluss einer Restschuldversicherung nicht notwendig. Durch die reine Restschuldversicherung werden lediglich die Risiken Tod und Arbeitsunfähigkeit abgesichert.
Wird die Restschuldversicherung als besondere Form der Risikolebensversicherung abgeschlossen, die in der Regel bei Baukrediten, Ratenkrediten und anderen größeren Finanzierungen erforderlich ist, erfolgt eine Gesundheitsprüfung. Dies ist der entscheidende Unterschied zur klassischen Restschuldversicherung.


Absicherungen durch die Risikolebensversicherung als RSV

Bei der Restschuldversicherung wird dem Versicherungsnehmer, der gleichzeitig auch Kreditnehmer ist, die Möglichkeit geboten, seine Zahlungsverpflichtungen aus einer Finanzierung auch in einer finanziellen Notlage abzusichern. In der Regel wird dabei nicht nur der Todesfall, sondern auch Arbeitslosigkeit (nur bei Risikolebensversicherung) oder Arbeitsunfähigkeit abgesichert.
Kommt es zum Todesfall, wird durch die Restschuldversicherung die gesamte noch offene Kreditschuld getragen, sodass die Hinterbliebenen nicht dafür aufkommen müssen.
Im Falle von Arbeitslosigkeit werden die Raten in der Regel für einen Zeitraum von 12 bis maximal 24 Monaten von der Versicherung übernommen. Hier ist bei den meisten Verträgen eine Wartezeit von 6 Monaten ab Versicherungsbeginn üblich, sodass in dieser Zeit kein Versicherungsschutz bei Arbeitslosigkeit besteht. Die Absicherung des Risikos „Arbeitslosigkeit“ sorgt dafür, dass die Beiträge oft sehr hoch sind. Man sollte sich vorher gut überlegen, ob dieses Risiko tatsächlich zu versichern ist.


Ablauf der Gesundheitsprüfung bei der Risikolebensversicherung als RSV

Wird die klassische Risikolebensversicherung als Restschuldversicherung genutzt, dann wird es zu Gesundheitsfragen durch den Versicherungsnehmer kommen. Der Versicherer möchte damit vorhandene gesundheitliche Risiken abklären.
Die Gesundheitsprüfung erfolgt in Form einer schriftlichen Beantwortung von Fragen. Es handelt sich dabei neben allgemeinen Fragen (z. B. zur Ausübung einer riskanten Sportart, Nikotin- oder Alkoholgenuss) auch um persönliche Fragen (z. B. nach Körpergröße, Gewicht, Arztbesuchen). Im weiteren Verlauf des Fragenkatalogs müssen außerdem Fragen zu bestimmten Krankheiten (z. B. Bluthochdruck, HIV, Diabetes, Tumore, etc.) beantwortet werden.
In der Regel müssen bei einer Gesundheitsprüfung für die Risikolebensversicherung, die als Restschuldversicherung eingesetzt werden soll, nur in Ausnahmefällen ärztliche Atteste vorgelegt werden. Im Rahmen der Gesundheitsprüfung kann die Versicherungsgesellschaft beim behandelnden Arzt des Antragstellers Auskunft über den Gesundheitszustand einholen. Umso wichtiger ist natürlich die wahrheitsgemäße Beantwortung aller Fragen, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.


Risikozuschläge bei Risikolebensversicherung möglich

Das Ergebnis der Gesundheitsprüfung kann dazu führen, dass bei einer Risikolebensversicherung ein Risikozuschlag erhoben wird. Bereits ein risikobehaftetes Hobby, eine ungesunde Lebensweise oder auch bestehende Vorerkrankungen erhöhen den Versicherungsbeitrag oder können sogar zum Ausschluss des jeweiligen Risikos aus dem Versicherungsumfang führen.


Bei Unsicherheiten den Rat eines Experten einholen!

Sind Sie sich unschlüssig, ob Sie für Ihre Finanzierung bzw. die Aufnahme des Darlehens eine reine Restschuldversicherung oder auch eine Risikolebensversicherung mit Gesundheitsfragen abschließen möchten, sollten Sie sich an einen unabhängigen Versicherungsexperten wenden. Nur so wird es möglich, einen individuellen Schutz für die Absicherung von Darlehen oder Finanzierungen zu finden, der auf die speziellen Bedürfnisse des Versicherungsnehmers sowie seiner Angehörigen ausgerichtet ist. Unsere Sachverständigen helfen Ihnen dabei – die Erstanalyse ist für Sie kostenlos.